Verlegetipps von unseren Experten

Ungebundene Verlegung im AUSSENBEREICH (Verlegung auf Splittbett)

Eine sehr einfache, flexible und günstige Methode ist die Verlegung lose im Splittbett. Im ersten Schritt müssen Sie das Splittbett mit Randsteinen, Flachstahl oder dergleichen einfassen/begrenzen.
Das Splittbett sollte mindesten 5 cm stark sein. Auch hier müssen die Platten mit mind. 2 % Gefälle vom Haus weg verlegt werden.
Bei dieser Verlegeart werden die Platten mit Fugenkreuze distanziert.
Eine Schnur zu spannen ist immer eine gute Hilfestellung um gerade arbeiten zu können.
Für eine ungebundene Verlegung sollten die Natursteinplatten mit 3 cm Plattenstärke verwendet werden. Feinsteinzeug kann mit 2 cm Stärke auf Splittbett verlegt werden.

Verlegung auf Stelzlager im AUSSENBEREICH

Eine sehr flexible Variante ist die Verlegung der Platten auf Stelzlager oder auch Terrassenlager genannt. Sie kann jederzeit wieder rückgebaut und umgebaut werden. Dies ist vor allem auf Dachterrassen und Balkonen sehr beliebt.
Hier kann sowohl Feinsteinzeug 2 cm stark als auch Naturstein ab 3 cm Stärke verwendet werden.
Die Platten sind einfach zu verlegen. Das Wasser kann durch die offenen Fugen abfließen. Aus diesem Grund ist eine Fugengröße von mind. 5 mm unbedingt einzuhalten.
Bei normaler Belastung, z.B. bei einem begehbaren Balkon werden meist Platten im Format 60x60cm mit Kreuzfuge verlegt, so wird das Gewicht auf die Stelzlager am besten verteilt und man benötigt weniger Stelzlager. Bei Seitenlängen über 60 cm (zB. Format 80×40 cm) benötigen Sie in der Plattenmitte ein zusätzliches Stelzlager um ein Brechen der Platte zu vermeiden.
Mit dem Fugenkreuz wählen Sie die gewünschte Fugenbreite (z.B. 6mm) aus und gewährleisten damit, dass das Niederschlagswasser ungehindert abfließen kann.
Bitte beachten Sie auch hier einen ausreichenden Schutz einer eventuell darunterliegenden Abdichtung bzw. Dachfolie. Diese Art von Schutz (Vlies, Gummigranulatmatte) ist von der Art der Dachabdichtung abhängig und ist mit dem Hersteller des Flachdaches abzuklären.
Die Stelzlager sind höhenverstellbar, somit können Sie kleine Unebenheiten bestens ausgleichen.
Um die richtigen Stelzlager auszuwählen, müssen Sie die Aufbauhöhen abzüglich Plattenstärke berücksichtigen. Bei einer Aufbauhöhe von 6-8 cm, abzüglich 2 cm Plattenstärke bei Feinsteinzeug, wäre somit das Stelzlager 40-70 mm zu verwenden.
Um ein „Wandern“ der Platten zu vermeiden, empfehlen wir eine allseitige Randbegrenzung (Mauer, Attika, Geländer, Randeinfassungen, etc.).
Eine Verlegeart die für Selbstverleger besonders gut geeignet ist. Wir wünschen viel Spaß beim Heimwerken!

Gebundene Verlegung im AUSSENBEREICH (Verlegung im Einkornmörtel)

Voraussetzung für jede gebundene Verlegung im Außenbereich ist ein Gefälleunterbeton mit 2%.
Das Oberflächengefälle sollte ebenfalls mind. 2% betragen.
Hier verlegen Sie die Steinplatte auf ein Drainagemörtelbett. Drainagemörtel oder auch Einkornmörtel bzw. Trassverlegemörtel genannt, enthält im Gegensatz zu normalem Mörtel keine Feinteile und ist somit wasserdurchlässig. Dies ist unerlässlich, da Sie unbedingt sicherstellen müssen, dass das Wasser durchsickern kann und am Unterbeton im Gefälle ablaufen kann.
Trassverlegemörtel TVM Quarzolith gibt es bereits fertig gemischt zu kaufen oder Sie haben auch die Möglichkeit selber einen kalkarmen Splitt 2/4 oder 3/5 mm mit Trasszement zu mischen.
Um sicher zu gehen, dass Ihre Terrassenplatten auch gut am Mörtelbett haften, streichen Sie die Unterseite der Platten mit eine Haftschlämme Mapestone 3 ein.
Mit einem Gummihammer werden die Platten eingearbeitet und in den Verlegemörtel verlegt.
Bei der Verlegung im Außenbereich ist unbedingt auf eine Fugenbreite von 4-5 mm zu achten. Zusätzlich zur zementären Verfugung sind alle 4-5m Dehnfugen mit Natursteinsilikon auszubilden. Diese Dehnfugen sind aufgrund der hohen Temperaturunterschiede von Winter zu Sommer erforderlich. Anschließend können Sie sich schon an der Auswahl unserer Fugenmassen mit farblich passenden Natursteinsilikon (auch für Keramik zu verwenden) bedienen und Ihre selbst verlegte Fläche verfugen. Eine Tabelle für den Verbrauch von Fugenmassen finden Sie in der Produktinformation der jeweiligen Fugenmasse. Bitte beachten Sie, dass Sie bei einem offenporigem Material wie dem Travertin zusätzlich für das Porenverschließen min. 0,5 kg/m2 rechnen müssen!
Verfugen Sie immer die gesamte Bodenfläche um ein einheitliches Erscheinungsbild zu bekommen.
Nur im Bereich der Fuge mit Fugenmasse zu verfugen, zieht häufig ein unschönes Erscheinungsbild nach sich (= Fugen mit Randzonenverschmutzung).

Verlegung von Naturstein im INNENBEREICH (Dünnbettverlegung)

Grundsätzlich werden Natursteinfliesen, also sowohl Granitfliesen als auch Fliesen in Marmor, im Innenbereich im Dünnbett, auch Klebebett genannt, verlegt.
Bei einem neuen Estrich mit Fußbodenheizung ist ein sogenanntes „Ausheizen“ des Heizestriches erforderlich. Ein Ausheizprotokoll sollten Sie vom Installateur oder von der Baufirma erhalten.
Bei der Verlegung von Naturstein- oder Keramikplatten müssen Sie die Fußbodenheizung in diesem Bereich am Vortag ausschalten.
Grundieren Sie zuerst den gesäuberten Estrich und eventuell auch den Putz im Bereich der Sockelleisten mit der Grundierung Primer-G.
Nach der vom Hersteller empfohlenen Trocknungszeit können Sie mit der Verlegung Ihrer Natursteinfliese beginnen. Bei Naturstein ist Dünnbettkleber Mapestone Basic und bei Keramik/Feinsteinzeug ist Dünnbettkleber Keraflex Maxi hervorragend geeignet. Beide Kleber sind flexibel und damit auch für Fußbodenheizungen geeignet. Der Kleberverbrauch ist von der Dimension der Zahlspachtel und der Ebenheit des Estriches abhängig. Bei einer durchschnittlichen Schichtstärke von 5-7 mm können Sie ca. 4-4,5 m2 mit einem Sack verlegen.
Anschließend finden Sie bei unserer Auswahl an Fugenmassen bestimmt die passende Fugenmasse für Ihr Meisterwerk zuhause. Bei offenporigen Materialien wie dem Travertin werden nicht nur die Fugen, sondern auch die Löcher im Material vollflächig verfugt. Eine Tabelle für den Verbrauch von Fugenmassen finden Sie in der Produktinformation der jeweiligen Fugenmasse. Bitte beachten Sie, dass Sie bei einem Travertin zusätzlich für das Porenverschließen min. 0,5 kg/m2 rechnen müssen!
Verfugen Sie immer die gesamte Bodenfläche um ein einheitliches Erscheinungsbild zu bekommen.
Nur im Bereich der Fuge mit Fugenmasse zu verfugen, zieht häufig ein unschönes Erscheinungsbild nach sich (= Fugen mit Randzonenverschmutzung).
Die Dehnungsfugen im Raum sowie die Wandanschlussfugen werden sowohl bei Naturstein als auch bei Keramik/Feinsteinzeug mit Naturstein-Silikon gefüllt.

Naturstein und Feinsteinzeug (Keramik) imprägnieren

im Innenbereich

Um lange Freude an Ihrem Bodenbelag zu haben empfehlen wir im Innenbereich einen Grundschutz (Imprägnierung) aufzubringen.
Nach dem Austrocknen des Klebers und der Fugenmasse (je nach Temperaturen 2-4 Wochen) empfehlen wir die Fläche mit dem Grundreiniger R155 zu reinigen. Nach dem Auftrocknen der Reinigung (sehr häufig, am nächsten Tag) können Sie die Imprägnierung aufbringen. Wahlweise ohne Farbtonvertiefung Fleckenschutz S234 und mit Farbtonvertiefung Fleckenschutz S244.
Für die optimale Unterhaltspflege Ihres Bodens verwenden Sie am besten die Wischpflege P324.

im Außenbereich

Für den Außenbereich empfehlen wir nur bei loser Verlegung (Stelzlager oder Splittbett mit offenen Fugen) Imprägnierung zu verwenden.
Hier können Sie die Fläche sofort nach der Verlegung mit dem Grundreiniger R155 reinigen und nach dem Auftrocknen (witterungsabhängig) können Sie die Imprägnierung aufbringen. Wahlweise ohne Farbtonvertiefung Fleckenschutz S234 und mit Farbtonvertiefung Fleckenschutz S244.

Bei einer Verlegung in Einkornmörtel mit geschlossenen Fugen raten wir von einer Imprägnierung ab. Durch die Temperaturunterschiede und die Sonneneinstrahlung entsteht unter den Naturstein-/Keramikplatten Wasserdampf und dieser kann bei einer Imprägnierung und geschlossenen Fugen nicht ungehindert entweichen. Daraus können Folgeschäden wie das Ablösen der Platten oder Frostausbrüche bei den Platten entstehen.